Wie versprochen gibt es jetzt den Bericht und die Bilder zu meinem zweiten Pferderennen. Dieses fand hier in Leonora statt, und hiess damit logischerweise auch offiziell Leonora Cup. Gesponsort wurde das Rennen von der Firma.
Hab ich eigentlich schon erzaehlt dass die Firma St. Barbara heisst? Hi Babsi, ich denk hier jeden Tag an Dich ;)
Anyway, das Rennen bzw. die Rennen, weil ein Racetag besteht aus mehreren einzelnen Rennen in halb- oder dreiviertel Stunden Abstand, begann am Samstag um eins. Frueh am morgen auf Arbeit hab ich Bogger (das ist mein Boss) gefragt, ob ich den halben Tag freihaben kann, um zum Rennen zu gehen, und er hat mir freigegeben.
Ich wollte mit Bob und Jim und Dan und Mary und Gemma zum Rennen, aber wir sind erst ein bissel spaeter losgekommen von Arbeit (wieso und warum in einem spaeteren Eintrag), so dass wir erst um drei zum Rennen No IV an der Rennstrecke waren.
Hm, wenn man zu den Races geht muss man wetten, und das haben wir dann auch gemacht. Natuerlich haben wir haushoch verloren - wir haben auf fuenf von sechs Pferden gesetzt und natuerlich hat das sechste Pferd gewonnen - Pech halt. Was sagt uns dass - geht nicht wetten, es ist einfach nur schade um das Geld... Anyway, wir hatten viel Spass. Spaeter gabs dann noch eine Runde Two Up, das ist ein Spiel, und ich versuch es mal zu erklaeren.
Two Up:
Two Up (in deutsch zwei hoch) ist ein australisches Gluecksspiel, nur ist der genaue Ursprung des Spiels unbekannt. Es ist aber ein typisches Spiel hier in den Goldfeldern, und wurde um 1850 beginnend populaer und zwischen den Goldgraebern gespielt (nicht vergessen, ich bin immer noch in der Goldmine :) Spaeter wurde Two Up dann von den australischen Soldaten im I. Weltkrieg gespielt, und ist auch Bestandteil der Feierlichkeiten zum Anzac Day.
Ganz allgemein gesagt ist Two Up ein Wurfspiel mit zwei Muenzen, und es wird auf Kopf (Head) und Zahl (Tail) gewettet. Gespielt wird mit zwei australischen Pennies, das sind die Pfennige der alten Waehrung hier. Um Kopf und Zahl besser zu unterscheiden, ist eine der Seiten mit einem weissen Kreuz versehen. Die Muenzen werden mit Hilfe des Kips geworfen, das ist ein etwa 20cm langes Brett mit zwei kleinen Mulden in die die Muenzen gelegt werden (eine mit Kopf, eine mit Zahl nach oben). Zum Spiel braucht man noch eine Arena (ring), die kreisfoermig ist und etwa 6m durchmisst.
Verantwortlich fuer das werfen der Muenzen ist der Spinner (Dreher), der die Muenzen mit Hilfe des Kips in die Luft schleudert. Damit muessen die Muenzen richtig schoen spinnen (sich drehen) damit der Wurf gueltig ist. Wir haben am Renntag nur die einfache Art & Weise des TwoUps gespielt, da war ein Wurf ein Spiel. Der Reiz des Spiels ist nun, drauf zu wetten, ob beide Muenzen Kopf oder Zahl anzeigen. Sind die Muenzen unterschiedlich, wird nochmal geworfen.
Interessant ist die Art und Weise wie gewettet wird. Alle Leute stehen aussen am Ring, und man ruft einfach in die Gegend "Zehn auf Kopf". Irgendwer anders nimmt die Wette an, und wettet dann "zehn auf Zahl". Beide Parteien legen dann das Geld in den Ring, und dann wird geworfen, und einer gewinnt, einer verliert. Das ist das System der Nebenwetten (side-bets). Normalerweise spielt dann noch der Spinner gegen die Bank, aber das haben wir nicht gemacht.
Um einen neuen Spinner in den Ring zu holen, rufen alle einfach Come in Spinner (Komm rein Dreher), und wenn es ans werfen geht ruft man Head them up oder Tail them up (Kopf/Zahl nach oben), je nachdem auf was man gewettet hat. Wenn das dann alle machen, wird es ganz schoen laut, und es macht jede Menge Spass :)
Anyway, die Nebenwetten haben einfach gestartet, mit zehn oder zwanzig Dollar. Nicht vergessen, man hat eine 50:50 Chance, das ist weitaus besser als beim Lotto. Dann sind die Wetten aber ganz schoen in die Hoehe gegangen - als dann 400 Dollar und mehr gewettet wurden sind wir dann gegangen und haben den Rest des Abends im Pub ausklingen lassen.
As promised here is the report of the second horse race I went to. This race was held here in Leonora, and was therefore called the Leonora Cup. Sponsor of the race was the company.
Did I actually mentioned yet that the company's name is St. Barbara? Hi Babsi, I'm thinking of you every single day!
Anyway, the race (or the races, because one race day consists of several single races with a time interval of half an hour or so) started on a Saturday at one in the afternoon, so I asked Bogger (that's my boss) in the morning if I could have half a day off, and he was fine with it.
Because we did some interesting stuff in the morning (what exactly I'll write later), Bob and Jimmy and Dan and Mary and Gemma and me ran a little bit late for the race and we just arrived at three at the race course for the last two or three races.
When you go to the races you have to place some bets, and that we did. Of course we lost - we placed bets on five of six horses, and naturally the sixth horse won. Just our bad luck. Lesson learned - don't go betting, you'll lose anyway. But we had lots of fun and enjoyed ourselves. Later on we also played Two Up, that's a game I'll try to explain now.
Two Up:
Two Up is an Australian gambling game, but the exact origins of the game are not known. But it's a very popular game down here in the Goldfields, gaining popularity around 1850 and was played by the gold diggers (don't forget, I'm still in the gold mine :) Later on Two Up was played by Australian Soldiers in World War I, and so it's part of the festivities on Anzac Day.
To explain it the easy way, Two Up is a game played with two coins, and you just bet on heads or tails. Two real Australian Pennies are used for the game, and to easier distinguish between heads and tails one side is marked with a white cross. To toss the coins you use the Kip, that's a 20cm long flat piece of wood with two small depression, on which you place the coins, one heads up, one tails up. You also need a playground, which is in this case a ring with a diameter of 6m.
The actually tossing of the coins is done by the Spinner, who tosses the coins with the Kip high into the air. For a valid toss the coins really have to spin around, hence the name Spinner. On the race day we played the easy version of the game, with one toss counting as one game. You just bet whether the coins come down heads up or tails up. If they are different (called odds), the Spinner has to toss again.
The way the bets are placed is very interesting. All the gamblers stand outside of the ring, and you just call in "ten on heads". Someone else accepts your bet, calls in "ten on tails", and both put down the money into the ring. After the toss, one party wins, and you just hand over the money. This is called side betting. Usually, the spinner and the boxer (the guy who organizes the whole game) also bet against each other, but not this time.
To get a new Spinner coming in, everyone shouts Come in Spinner, and when he's ready to toss, you have to call Head them up or Tail them up depending on which side you placed your bet. When all do the shouting it gets very noisy and funny :)
Anyway, the betting started low with ten or twenty bucks. Don't forget, with the coins you got a fifty:fifty chance, which is way better then Lotto. But soon the bets got too high - when the guys started to place bets around 400 AUD we left the game and went for a quit and easy evening in the pub.